Weitere antike Postkarte zeigt Lembecker Luftbild vom Anfang der 1960er Jahre

Lembeck – Nachdem wir vor knapp 2 Wochen eine Luftbild-Postkarte von (ca.) 1967 präsentiert haben, entbrannte riesiges Interesse, nicht nur bei Heimatforschern. Jetzt ist eine etwas ältere und ebenfalls interessante Lembecker Luftbildaufnahme vom Anfang der 1960er Jahre aufgetaucht.

Luftbild, Lembeck
Vermutlich aus den frühen 1960er Jahren. Foto: Archiv Lembeck.de (draufklicken zum Vergrößern)

Michael Langenhorst hat diese Postkarten über ein Portal im Internet erworben und wir haben sie mit sehr hoher Auflösung eingescannt und digitalisiert. Auf der neuen „alten“ Luftaufnahme ist der Ortskern aus nordwestlicher Richtung von einem Flugzeug aus geschossen worden.

Interessant ist auch die Rückseite der Postkarte. Hier schreibt am 25.09.1967 eine Heidi Angermaier vom „Amselweg 12“ aus 4274 Lembeck ihren Onkel Franz Goebel aus 8633 Oeslau (Landkreis Coburg). Aktuell gibt es noch einen Amselweg in Hervest-Dorsten und der Lembecker Amselweg wurde möglicherweise bei der Eingemeindung zu Dorsten umbenannt. Wo sich der Amselweg in Lembeck befand, ist uns leider noch nicht bekannt.

Update 04.10. – 12.30 Uhr:

Das Rätsel um den Amselweg ist geklärt. Frank Lensen, Erich Stollbrink und Werner Kleine Vorholt haben geschrieben. Erich Stollbink: “Hallo Frank,der Amselweg war die Straße an der die Schreinerei Tenkleve liegt. In dem linken Teil des Hauses der Familie Tenkleve wohnte die Familie Angermaier. Lorenz Angermaier sen. kam gebürtig aus Bayern und war Holzhändler (?!). Mit Lorenz Angermaier jun. war ich zu der Zeit befreundet. Die Familie Angermaier ist später nach Schermbeck verzogen. Vater und Sohn sind inzwischen verstorben.

Komisch nur, dass heute der Hof Tenkleve unter Lippramsdorfer Straße 73 eingetragen ist (damals Amselweg 12). Auch bei der Suche in Googlemaps “Dorsten – Amselweg” wird man nach Hervest geleitet, obwohl in der Kartenansicht bei Tenkleve aktuell noch Amselweg steht..

Alte Straßen, Wege und Gebäude erkennbar

Die Umgehungsstraße von Klein-Reken bis zur Schlossstraße (Wulfener Straße), die auf der Postkarte von 1967 zu sehen ist, war hier noch nicht gebaut. In der Mitte über der Kirchturmspitze ist der noch junge Friedhof zu erkennen, ohne angrenzende Bebauung der Kettelerstraße. Die gesamte „Siedlung“ ist bis auf ein paar Häuser an der „Von-Galen-Straße“ (oder Kolpingstraße?) noch nicht vorhanden.

Deutlich erkennbar ist neben der Kirche das alte Textilhaus Kipp und die Kornbrennerei Cosanne, die mit langem rundem Schornstein auf dem jetzigen Asche-Parkplatz direkt am Haus Köster (Kösters Bierstuben) stand. An der Kreuzung (noch ohne Ampel) ist links der Hof Spickermann zu erkennen und an der Ecke zur Rhader Straße ein älteres, tiefer gelegenes Wohnhaus, welches in den 1980er Jahren abgerissen wurde.

Ganz links ist das bis dahin erste Gebäude der Laurentiusschule auf einer Wiese zu sehen. Rechts unten ist die Brinker Straße zu erkennen und darüber der „Vorder-Brink“ mit Steenpatt. Wer weitere Angaben zur Bebauung machen kann und wer weitere historische Bilder von Lembeck hat, darf sich gerne per E-Mail info@lembeck.de bei uns melden.

Eine weitere Ansichtskarte aus den 1960er Jahren zeigt das Schloss Lembeck, die St. Laurentius Kirche mit schmaler Freitreppe, das Michaelisstift, die Wulfener Straße mit Dorfpumpe links und die Jugendherberge im Schöning.

Postkarte, Ansichtskarte, Lembeck
Auch aus den frühen 1960er Jahren. Hier steht noch die Dorfpumpe an der Wulfener Straße. Foto: Archiv Lembeck.de

 

04.10.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

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