Landw. Ortsverein Lembeck

Tagebuch der querFELDein-Fahrradtour

Lembeck – Auf der Entdeckungs-Fahrradtour vom Bodensee bis ins Ruhrgebiet entdecken einige Gruppen die facettenreiche Land(wirt)schaft in Deutschland. Regina Böckenhoff, die Landwirtschaft gelernt und studiert hat, ist mit dabei und versorgt uns mit Berichten und Fotos von unterwegs.

[11.7., 07:55] Hallo zusammen,

freudig dürfen wir berichten, dass das Team von querFELDein vom Halterner Bahnhof in Richtung Süden aufgebrochen ist. Unsere Fahrräder sind bereits gestern von Hubert und Brigitte im Pferdeanhänger mitgenommen worden und sind bereits in Martinsheim angelangt. 
Wir sind guter Dinge, die ersten 1.000 km innerhalb des Zeitplans absolvieren zu können. 
Wir freuen uns auf die kommenden zwei Wochen und darauf, dass wir unsere Erfahrungen hier mit euch teilen können. 
 
 
[12.7.] 
Den Rest des gestrigen Tages haben wir auf dem Hof Hölzler (http://www.ferienhof-hoelzler.de/) verbringen dürfen. 
Über den Tourismus und eine Genossenschaftliche Molkerei schafft es der Betrieb mit 30 Kühen und 20 Hektar Fläche seine Existenz zu sichern. Die Milch wird vor Ort zu Käse weiterverarbeitet, welcher gerne von Touristen gekauft und dann auch verschickt wird. 
Bilder sind im Drive Ordner 😊😌
 
 
[12.7., 22:08] 
Wir hatten einen spannenden ersten Etappentag, der uns heute vom Allgäu über den Bodensee bis nach Herdwangen- Schönach geführt hat. Nachdem wir auf dem Weg nach Lindau das herrliche Berg- und Bodenseepanorama auf dem Rad genießen konnten, sind wir gemeinsan mit Landfrau Christa Fuchs und dem Radwegekoordinator des Bodenseekreises nach Kressbronn zum Obstbau Haas gefahren. Unterwegs bekamen wir über unser Audioguidesystem viele interessante Infos zur Region von unseren beiden Experten. 
 
Auf dem Obsthof haben wir neben den Plantagen auch die Sortierung der Äpfel sowie die hofeigene Brennerei besichtigt. 
 
In Friedrichshafen trafen wir unseren nächsten Scout des Tages, den Überlingen Landwirt Herr Walter Sorms, mit ihm fuhren wir bis herdwangen Schönach zum Betrieb Kelly/Warnke.
 
Auch wenn der Tag etwas anderes verlief, als ursprünglich geplant, da unser scout Martin Hahn kurzfristig wegen eines anderen Termines absagen musste, war es für uns ein super Tag!
 
[13.7., 22:00] 
Bei strömenden Regen sind wir heute morgen am Betrieb von Linda Kelly nach einer spannenden Betriebsbesichtigung Richtung Sigmaringen aufgebrochen.
Begleitet wurden wir dabei von Hubertus Kleiner, dem Geschäftsfuhrer des Maschinenring Alb Oberschwaben.
 
Nach Sigmaringen, wo sich Gäste eingestiegen sind konnten wir regenfrei bis zur Ziegenhütte Zollernalb fahren, dem landwirtschaftlichen Betrieb von Carolin und Alexander Dietz in Harthausen. Die beiden halten mit ihrer Familie 80 Ziegen, deren Milch in der hofeigenen Käserei zu köstlichem Ziegenkäse verarbeitet wird.
 
Der heutige Tag stand unter dem Motto “Frauenpower in der Landwirtschaft” und hat auf zwei spannenden verdeutlicht, mit wieviel Einsatz, Kreativität und spannenden Ideen die Landfrauen frischen Wind in die Betriebe bringen.
 
 
[15.7., 19:25] Auf dem Energiehof Weitenau haben wir gestern eine hochinteressante Führung zum Thema “Erneuerbare Energien aus der Landwirtschaft” erlebt. Juliane und Winfried Vees erzeugen in ihrer Biogasanlage grünen Strom, in dem sie Mist und Gülle, Mais und vielfältige Blühmischungen im Fermenter vergären. 
 
Desweiteren betreiben sie mehrere Photovoltaikanlagen, sowohl auf Dächern, als auch auf freier Fläche. 
 
Für uns war es sehr spannend zu sehen, auf welch professionelle Art und Weise die beiden einen Beitrag dazu leisten, die Energiewende in Deutschland nach vorn zu bringen.
 
 
[15.7., 21:52]: Der heutige Tag startete für uns heute erst einmal mit einer sehr intensiven Radstrecke von 50 km und leider auch dem ersten Sturz. Fahrrad steht mit übler Acht im Reifen in der Werkstatt und wird morgen abgeholt, bis dahin wird das Ersatzrad im Einsatz sein. Zum Glück ist nicht mehr passiert. 
 
Fachlich haben wir heute die Expedition Boden gut hinter uns gebracht, es war eine spannende Rundfahrt durch die Felder mit Rolf Kern vom Landratsamt Karlsruhe, der uns die Vorzüge der regenerativen Landwirtschaft an mehreren Feldstationen zeigte.
 
Daneben ging es um die Bedeutung des Humus Aufbaus im Boden, der für den Klimaschutz und die CO2- Bindung eine herausragende Rolle spielt.
 
 
[16.7., 18:34] Nach 70 km Strecke haben wir heute den Imkereibetrieb Ernst Wagner in Mudau erreicht. Unterwegs ist uns auf unseren 400 km, die wir jetzt in Baden Württemberg hinter uns gelegt haben bereits aufgefallen, dass es, aufgrund regionaler Förderungsprogramme, hier deutlich mehr Blühflachen gibt als in anderen Bundesländern, von daher waren wir sehr gespannt auf den heutigen Tag.
 
 
Die wichtigsten Aussagen von Herrn Wagner: 
– Jungimker sollten sich verinnerlichen, dass man nicht der Knecht und nicht der Herr der Bienen ist, denn sie geben einen den Arbeitsrhythmus vor und nach ihnen muss der Imker sich richten. 
 
– Landwirtschaft und Imker sollten Hand in Hand arbeiten, voneinander lernen, miteinander sprechen und so partnerschaftlich miteinander umgehen. 
 
– Es reicht nicht jetzt schnell Änderungen herbeizuzwingen, die Bienen wie Insekten allgemein zu mehr Schutz verhelfen. Der Prozess muss langfristig und auf allen Ebenen angestoßen werden, z. B. In der Landwirtschaft, der Jagd, der Imkerei und auch im allgemeinen Konsum/Wohlstand, der reduziert werden muss. 
 
Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass auch der Baden-Württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk unserer Einladung gefolgt ist und heute Mittag hier war.
[18.7., 8:34]
Einen schönen #Sonntag Morgen! Kaum zu glauben, dass wir jetzt schon eine Woche unterwegs sind.
Gestern haben wir nach fünf spannenden Tagen Baden-Württemberg verlassen und den besonderen Milestone von 500 km geknackt.
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Heute geht es von #Gammelsbach nach #Mainz zum @Weingutbecker, darauf freuen wir uns schon sehr!
 
 

Lembeck.de F.L.

Als gebürtiger Ur-Lembecker betreibe ich seit 2001 die Seite Lembecker.de, die ich im November 2018 mit der Domain Lembeck.de verknüpfen konnte. Die besondere Dynamik unseres Ortes und das funktionierende Miteinander sind der Motor für viele Arbeitsstunden am Projekt.

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