Lembecker Ehepaar (89/93) nach Covid-19-Erkrankung wieder top-fit

Lembeck – Die Dorstener Zeitung betitelte die gute Nachricht als „Das Corona-Wunder von Lembeck“. Heute hatte ich nach kurzer telefonischer Absprache auch die Möglichkeit, dem 93jährigem Franz-Josef und seiner 89jährigen Frau Luzia Micheel persönlich zu gratulieren und ein Foto im Garten zu schießen.

Freuen sich über das göttliche Ostergeschenk: Luzia (89) und Franz-Josef (93) Micheel. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

In Lembeck kennt man sich, man feiert und trauert zusammen und meistert auch gemeinsam so manche Krise. Als mit den ersten Dorstener Infektionszahlen auch heraus sickerte, dass die beiden lebensfrohen und recht rüstigen Rentner vom Hagen im hohem Alter betroffen sind, waren sehr viele bestürzt und rechneten auch mit dem Schlimmsten. Die Prognose des Robert-Koch-Institutes (RKI) bestätigte schon frühzeitig, dass Personen mit Vorerkrankungen und Ältere zur besonders gefährdeten Risikogruppe gehören.

„Es ging uns die letzten Wochen richtig erbärmlich“ sagten beide heute nochmals und erklärten, wieviel Glück sie neben Gottes Segen hatten, dass beide keine Atemnot und damit keine angegriffene Lunge hatten. Es ging mit trockenem Husten nach einer Inkubationszeit von ca. 4-5 Tagen los und dazu kam der vorübergehende Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. Fieber hingegen hatten beide nicht. Es war aber schlimmer als eine üble Grippe und die beiden kämpften und hätten sich beinahe aufgegeben.

Schwiegertochter Eva reagierte prompt, als es den beiden anfangs schlechter ging und fuhr nach telefonischer Ankündigung mit ihnen zum Arzt. Der Lembecker Hausarzt Dr. Lippert hat dann durch das Seitenfenster des Autos den Abstrich zum Virus-Test gemacht und zwei Tage später wusste das Ehepaar, dass sie mit dem Corona-Virus infiziert sind. Vermutlich hat eine befreundete Familie bei einem Besuch den Virus unwissentlich übertragen. Sie hatten sich wohl bei dem Sohn des Enkels infiziert, der zuvor in Ischgl Skifahren war, stellte sich später heraus.

Auch die Schwiegertochter Eva und ihr Mann bemerkten bei sich später Kopf- und Gliederschmerzen, welche aber noch erträglich waren. Ab da an stand der ganze Hof unter Quarantäne und auch der Enkel mit Ehefrau Lena und Urenkelin Helena waren 3 Wochen an Haus und Hof gefesselt.

Sichtlich erleichtert und mit der Sonne um die Wette strahlend haben es sich Franz-Josef (93) und Frau Luzia (89) heute auf der Terrasse im eigenen Garten gemütlich gemacht und erzählten von ihrem großen Glück und Gottes Segen. Franz-Josef ist in besseren Zeiten viel unterwegs und geht zwei Mal am Tag weite Strecken durch den Hagen spazieren. Momentan noch etwas schlapp, aber das kommt wieder. Auch Luzia hat nach der Strapaze ihre Lebensfreude wiedergefunden und ich bin mir sicher, dass man beide wieder auf Lembecker Veranstaltungen antrifft, sobald die Corona-Pandemie weitläufig überstanden ist.

Bis dahin sollten alle schön zuhause bleiben und auch nicht jede gute Nachricht als Ermutigung zum Lockern der Kontaktsperren verstehen. Es ist und bleibt erstmal eine Durststrecke mit einem einsamen Osterfest ohne Kirchenbesuch und ohne persönlichen Kontakt zu Freunden. Aber die Geschichte von Franz-Josef und Luzia ist die schönste Ostergeschichte, die Lembeck je erlebt hat.

In diesem Sinne wünschen wir den beiden noch ein paar gesunde und fröhliche Jahre und auch den anderen Lembeckern von jung bis alt alles Gute und Durchhaltevermögen.

Bleibt oder werdet schnell wieder gesund!

09.04.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

 

 

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