Wohnheim für Menschen mit Behinderung – Haus der Lebenshilfe

Haus der Lebenshilfe

Haus der Lebenshilfe Lembeck
Haus der Lebenshilfe Lembeck

Das Haus der Lebenshilfe bietet 20 Personen in drei Wohngruppen ein Zuhause.
Die Wohnstätte – ein ehemaliges Lehrerhaus – wurde in ein zeitgemäßes Gebäude umgebaut und renoviert, sowie durch einen Neubau erweitert und im Jahr 2000 neu bezogen. Hier leben zurzeit 9 Frauen und 11 Männer mit heterogenen Behinderungsbildern in 18 Einzelzimmern und einem Doppelzimmer von denen jedes eine angemessene Grundausstattung (Bett, Stuhl, Tisch, Schrank) aufweist.

Die Wohnstätte Haus der Lebenshilfebefindet sich im Stadtteil Dorsten-Lembeck in der Schulstraße 25 und liegt 5 Autominuten von der Autobahnausfahrt der A31 entfernt. Der ruhig gelegene Ortsteil Lembeck ist umgeben von Feldern und Wäldern und bietet so die Möglichkeit für Spaziergänge und Fahrradtouren in der näheren Umgebung.

Die Wohnstätte ist eingebunden in ein Wohnumfeld und liegt in leicht zu erreichender Nahbarschaft zum dörflichen Ortskern mit zwei Schulen, den Kirchen, einer Schwimmhalle, dem Busbahnhof, Geschäften, Gaststätten und Ärzten. Diese Überschaubarkeit erleichtert ein selbständiges Bewegen im Ort.

Alle Zimmer sind mit einem Telefon und Fernsehanschluss ausgestattet. Bedingt durch das Doppelzimmer steht ein Krankenzimmer im Dachgeschoss zur Verfügung.Der Sanitärbereich umfasst 11 Bäder, inklusive Toiletten und Duschen, 2 Gästetoiletten, 1 Mitarbeitertoilette mit Dusche sowie ein Pflegebad. In jedem Zimmer und in jeder Nasszelle befindet sich eine hausinterne Notrufanlage. Zur sicherheitstechnischen Ausstattung gehört eine Brandschutzmeldeanlage mit
Aufschaltung zur Feuerwehr.Dem Hauswirtschaftsbereich sind zugeordnet: Ein Wäschekeller mit Waschmaschinen und Trocknern, 1 Trockenkeller, 1 Wäschefaltkeller, 1 Vorratsraum, 1 Abstellkeller, 1 Heizungskeller, 1 Öltankkeller und 1 Technikraum. Mit einem Personenaufzug sind alle 4 Etagen barrierefrei zu erreichen.Als soziale Räumlichkeiten stehen zur Verfügung: 3 Küchen, 1 Esszimmer,
1 Wohnzimmer und 2 Wohn-Esszimmer. Ein Werkraum und ein Gemeinschaftsraum im Keller, sowie ein großzügiges Außengelände dienen zur Freizeitgestaltung. 

Büroräume mit angemessener Ausstattung stehen für Hausleitung und Mitarbeiter/Betreuer zur Verfügung.

Die Entstehung der Einrichtung im ehemaligen Lehrerhaus
(Willy Schrudde)

Menschen mit Behinderung haben in der Gesellschaft einen schweren Stand. Vielerorts werden sie  an den Rand gedrängt Nicht so in Lembeck, denn dort haben sie ein schönes Wohnheim erhalten.

In Lembeck wurde im Jahre 1994 ein „Verein Wohnheim für Behinderte“, unter dem Vorsitz von Hermann Bügers, sen. (+), gegründet, der den Bau eines Wohnheimes vorantreiben sollte.

Im Jahre 1994 ergab sich endlich eine Möglichkeit, denn die Stadt Dorsten plante den Verkauf des Lehrerhauses an der Laurentiusschule. Nun trat der Vorstand des Vereins mit Hermann Bügers in Aktion. Verhandlungen mit den zuständigen Vertretern der Stadtverwaltung  und Bürgermeister Dr. Zahn (+) wurden aufgenommen. Außerdem musste ein Träger für das zu realisierende Objekt gefunden werden. Bürgermeister Dr. Zahn, der auch damals Vorsitzender der „Lebenshilfe Dorsten e.V.“ war, bot die Trägerschaft an.

Nach langen Verhandlungen und Genehmigungsverfahren konnte mit der Bau- und Finanzierungsplanung begonnen werden.

In die Planung eingeschlossen wurde das 1927 gebaute Lehrerhaus, das nicht abgebrochen, sondern umgebaut wurde. Architekt Axel Steinau aus Dorsten übernahm die Bauplanung. Die Baukosten wurden mit 2,3 Mio. DM veranschlagt. An der Finanzierung beteiligten sich auch das Land NRW und der Bund sowie die Stiftung „Freie Wohlfahrtshilfe“. Die „Lebenshilfe Dorsten e.V.“ übernahm 10% der Baukosten. Der Verein „Wohnheim für Behinderte“, Lembeck übernahm die Kosten für den  kompletten Kellerausbau, sonstige Veränderungen und die Sonderwünsche, die nicht bezuschusst wurden.

In den Jahren zuvor waren aufgrund vieler Aktivitäten der Lembecker Vereine (Pfannekuchen-Verkauf beim Tiermarkt, beim Weihnachtsmarkt und bei sonstigen Veranstaltungen) Zuschüsse möglich gemacht worden.

Viele Spenden, zum Beispiel in Todesfällen, kamen hinzu. Die Lembecker spenden gerne und unterstützen Vorhaben, die guten Zwecken dienen.

Nachdem die Baugenehmigung vorlag, die Finanzierung gesichert war, konnte Bürgermeister Dr. Zahn als Vorsitzender der „Lebenshilfe Dorsten e.V. am 04.12.1998  im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters Friedhelm Fragemann und weiteren Gästen der Baubeginn gefeiert werden.

Die Umbau- und Bauarbeiten gingen gut voran. Am 07.05.99 fand das Richtfest mit vielen Gästen statt. Bernhard Cosanne, jun., sprach den Richtspruch. Bürgermeister Dr. Zahn, Architekt Axel Steinau, Hermann Bügers, sen. und Bernhard Evers (+) griffen zum Hammer, um die letzten Nägel im Balken zu versenken. 

Die weiteren Arbeiten gingen ebenfalls zügig voran. So konnten am 01. April 2000 die ersten 20 Behinderten, davon 10 Lembecker, in das Wohnheim einziehen. Das Wohnheim hat 2 Doppelzimmer und 16 Einzelzimmer. Neben Nasszellen hat auch jede Gruppe eine wunderschöne Küche.

Klaus Ostgathe leitet das Wohnheim. Am Sonntag, dem 16.04.2000 fand die offizielle Schlüsselübergabe bei einer Feierstunde in der Kulturhalle in Lembeck statt. Danach wurde das Wohnheim von Pfarrer Theodor Webbeler eingesegnet. Musikalisch wurde die Feier von der Blaskapelle „Harmonie“ und dem Spielmannszug  „Grün Weiß Lembeck“ umrahmt.

 Viele Helferinnen und Helfer sorgten für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher aus Lembeck und der Umgebung. Der Tag der „Offenen Tür“ war für alle ein großer Erfolg und fand sehr große Resonanz Mit Freude kann ich abschließend sagen, dass die Behinderten eine schöne Wohnstätte gefunden haben. Eine große Begeisterung für ihr Heim zeigen alle 20 Heimbewohner und ihre Betreuer. In der Lembecker Bevölkerung haben sie ihren Platz und die ihnen zustehende Anerkennung gefunden.

Leiter: Klaus Ostgathe

Wohnstätte Haus der Lebenshilfe
Schulstraße 25
46286  Dorsten
Tel-Nr.: 02369 204709
Fax-Nr.: 02369 9849082