Stenen Hues / Gaststätte Langenhorst – Restaurant & Gaststätte

Stenen Hues
Das Stenen Hues in besseren Zeiten zum Jubiläum in 2009. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Bernd und Leo Langenhorst (2009)

Die Wirtschaft „Stenen Hues“ neben der Laurentiuskirche (Laurentiusstiege 2) in Lembeck ist seit Dezember 2012 nur noch Geschichte. Denn das Haus wurde im Juni 2017 abgebrochen, um dem Bau eines Sechs-Familienhauses Platz zu machen. Die Geschichte des „Stenen Hues“ (zuvor Bahnhofstraße 4) lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

Im Gedenken an Gastwirt Leo Langenhorst (Stenen Leo)

Leo Langenhorst – 09.10.1935 – 16.03.2019

Im alter von 83 Jahren verstarb am Samstag, dem 16. März 2019 ein echtes Lembecker Original.

Der gelernte Schneider und Gastwirt „Stenen Leo“ wurde für sein freundliches Wesen, seiner Hilfsbereitschaft und seinen, teils trockenem Humor von einer ganzen Gemeinde und darüber hinaus sehr geschätzt. Die Geschichte des Stenen Hues begann zunächst mit einer Schneiderei und Gaststätte im Stammhaus an der Bahnhofstraße 4.

Zusammen mit Sohn Bernd vergrößerte sich 1987 die Gaststätte mit Umzug zur Laurentiusstiege 2. Leo hatte fundiertes Wissen im Bereich Geschichts- und Heimatkunde und verstand die Kunst der humorvollen und doch sachlichen Unterhaltung verbunden mit der Kunst des Zuhörens und Mitfühlens.

Mit schmunzelnder Miene sagte er einmal, dass an seiner Theke mehr gebeichtet wird, als in der Kirche. Er hatte stets ein offenes Ohr und ein großes Herz für Lembecker Belange und Vereinsarbeit. Sein unkompliziertes und liebenswertes Wesen hat die Lembecker Gastronomie über Jahrzehnte geprägt und er bleibt auf ewig unvergessen. (F.L.)

Gaststätte "Stenen Hues" in Lembeck, Bahnhofstraße 4
Stenen Hues
Gaststätte und Maßgeschäft Langenhorst 1904

Die Geschichte des Hauses „Stenen Hues“ lässt sich bis ins 19.  Jahrhundert zurückverfolgen. 1818 erhielt der Metzger Johann Wilhelm Mast die Konzession für eine Schankwirtschaft. Der Name Mast wurde durch den Namen Krampe abgelöst, weil kein männlicher Erbe geboren war.

Heinrich der einzige männliche Erbe Der Krampe-Linie, ging zu den Steyler Missionspatres und verstarb in China. So erbte seine Schwester den Besitz und heiratete den Schneider Leo  Langenhorst.

Nun hieß es nicht mehr Metzgerei und Gaststätte, sondern Gaststätte und Maßgeschäft. Auch die beiden nächsten Nachfolger -Sohn Bernhard und Enkel  Leo- erlernten das Schneiderhandwerk und führten die Firmenbezeichnung  Gaststätte und Maßgeschäft weiter.

1969 wurde die Schneiderei aufgegeben und aus der  Werkstatt im linken Trakt des Hauses entstand eine Imbissstube.

Durch den Wechsel  der Familiennamen hat sich der Beiname “Stenen Hues” bis in die heutige Zeit (2012) erhalten, obwohl sich seit 1818 niemand so geschrieben hat.

Bei der Renovierung  im Jahre 1971 wurde dieser Name sichtbar gemacht nach der Redewendung: Ik goh  es eben no Stenen Hues

1980 begann Urenkel Bernd eine Lehre als Koch. Ab da an gab es im Linken Teil des Hauses eine Imbissstube.

Im Jahr 1987 wurden die Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße 4 aufgegeben und Gaststätte zog um zur Laurentiusstiege 2 in die ehemalige Gaststätte von Grote-Westrick, auf  die andere Seite des Kirchplatzes, wo man größere Räumlichkeiten hatte.

Hier wurde aus der Imbissstube und Gaststätte ein Restaurant mit  Saalbetrieb. Die Imbissstube und Gaststätte an der Bahnhofstraße 4 wurden als Imbiss und aktuell als Pizzeria verpachtet (Schlemmerhus).

Im Dezember 2012 wurde die Gaststätte an der Laurentiusstiege 2 geschlossen und 2017 wurde das Haus abgerissen.

Schankraum „Gaststätte Langenhorst / Stenen Hues“ Bahnhofstraße 4. Foto: Archiv Lembeck.de

Wirtsehepaar schiebt das Klavier ca. 30 km in den Probenraum

Ein Gasthaus mit Liebe zur Musik

Vom Vorsitzenden des Vestischen Sängerkreises, Karl-Josef Ptascheck, wurde dem Stenen Hues in Dorsten-Lembeck der Titel „Gasthaus der Chöre“ verliehen. Die Geschichte dieses Hauses, dem Stenen Hues, lässt sich bis ins 19.  Jahrhundert zurückverfolgen. 1818 erhielt der Metzger Johann Wilhelm Mast die Konzession für eine Schankwirtschaft.

Das Stenen Hues ist in Lembeck und darüber hinaus eine geschätzte Adresse für gepflegte Gastlichkeit und feierte 2009 seinen 190. Geburtstag.

Das Vereinslokal hat in unserer Region schon fast Normalität. Andernorts ist der Begriff Vereinslokal nahezu ausgestorben. Dort proben die Chöre an wechselnden und unpassenden Orten wie Turnhallen.  Ein Problem, dass es hier nicht gibt. Hier sind die Chöre, der „Gemischte Chor Lembeck“ und die „Voices“ seit 25 bzw. 13 Jahren beheimatet.

Im Antrag des Gemischte Chores an den Chorverband NRW e.V. heißt es: “Die Geschichte des Chores. ist seit vielen Jahren eng mit dem ” Stenen Hues” verbunden. Seit Generationen haben die Eigentümer und Betreiber ein Herz für die Belange des Vereins und stellen sich und ihr Haus in den Dienst der Musik, indem sie ihre Räumlichkeiten den beiden Chören als Probenlokal zur  Verfügung stellen. Die Wirtsleute Monika und Bernd Langenhorst und deren Eltern Gisela und Leo haben stets ein offenes Ohr für die Angelegenheiten des Vereins. Dies ist in der heutigen Zeit nicht immer so selbstverständlich.

Mit ihrem Restaurant halten sie den Chören  eine Heimat und “Gaststätte” eine “gastliche Stätte”, eben ein “Gasthaus für Chöre” und unterstützen so wesentlich das kulturelle Leben in unserem Ort Lembeck. Als Dank und Anerkennung, aber auch als Ansporn für die Zukunft wird dem Stenen Hues”  diese ehrenvolle Auszeichnung verliehen”

Heinz Hinsken, der Vorsitzende des „Gemischten Chores Lembeck“ stellte in seiner Ansprache u.a. fest, dass die Wirtsleute das Klavier in der Vergangenheit ca. 30 km bewegt haben, 9,600 Lieder von den Chören gehört haben und 68.000 Sänger und Sängerinnen das Probenlokal besucht haben.

25. Juni 2012 – Quelle: chorliveonline.cvnrw.de

Foto-Galerie „Stenen Hues“

Lembeck.de – Frank Langenhorst