Josef Lohbreyer wird heute 88 Jahre alt

Lembeck – Malermeister Josef Lohbreyer kann heute, am 03. September 2020, seinen 88. Geburtstag feiern.  Obwohl sein Sohn Stefan schon vor Jahren das Malergeschäft am Schluerweg in Lembeck übernommen hat und erfolgreich weiterführt, ist auch sein Vater trotz seines beachtlichen Alters immer noch täglich in dem  von ihm gegründeten Betrieb, vor allem aber ehrenamtlich tätig.

Josef Lohbreyer, Bank, Heimatverein
Wohlverdiente Pause nach getaner Arbeit auf der frisch renovierten Bank am Parkplatz Bügers. Foto: Ludger Mecking

Sein besonderes Augenmerk gilt dabei den zahlreichen Bänken, die der Heimatverein Lembeck in ganz Lembeck verteilt aufgestellt hat. Es sind ungefähr 60 an der Zahl und eine spezielle Gruppe innerhalb des Heimatvereins kümmert sich wöchentlich dienstags um die Pflege und Erhaltung dieser Bänke.

Josef Lohbreyer sieht es dabei als seine Aufgabe an, diese Bänke zu beschriften und zwar vorzugsweise mit einem plattdeutschen Spruch, den es in zwei Versionen gibt: „Sett di hen un röst di“ oder neuerdings „Sett di daale un röst di“, wobei die zweite Version in „plattdeutschen Ohren“ noch authentischer und vor allem älter klingt. Josef Lohbreyer geht es bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nämlich nicht nur um die Beschriftung allein, sondern auch um den Erhalt des plattdeutschen Lembecker Dialekts, der ihm sehr am Herzen liegt.

Foto: Ludger Mecking

Fast überflüssig zu erwähnen, dass er die Beschriftung freihändig mit sicherer Hand ohne Verwendung irgendeiner Schablone vornimmt. Der Malermeister im Unruhestand gibt sein handwerkliches Wissen und Können, das kaum noch jemand so beherrscht wie er, auch gerne an die Auszubildenden im Betrieb seines Sohnes Stefan weiter.

Er kümmert sich aber nicht nur um die Bänke des Heimatvereins, sondern auch um die der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius, die vor allem auf und vor dem Lembecker Friedhof zu finden sind, aber auch vor dem Don Bosco-Denkmal am Schluerweg.  Die von der Kolpingsfamilie  unterhaltenen gärtnerischen Anlagen vor dem Denkmal pflegt er unermüdlich und mit großer Hingabe.

Selbstverständlich hat er auch den Stahlrahmen, der die alte Kirchentür auf dem Friedhofsvorplatz umrahmt und trägt, fachgerecht gestrichen und gleichzeitig die fehlenden oder beschädigten Glasteile in der Tür so ersetzt und repariert, dass es überhaupt nicht auffällt. Er ist nämlich nicht nur Maler-, sondern auch Glasermeister.

Gefragt ist Josef Lohbreyer auch bei der Anfertigung von kunstvollen Schildern für die zahlreichen kirchlichen Feierlichkeiten in der jüngsten Vergangenheit, so zum Beispiel für die Altarweihe von St. Urbanus in Rhade im Januar 2020 oder für das Diamantene Priesterjubiläum von Pfarrer Alois Cremers im Februar dieses Jahres.

Wenn für „seine“ Kolpingsfamilie, der er seit Jahrzehnten angehört, Malerarbeiten anfallen, wie zum Beispiel bei der Gestaltung des Festwagens für den Jubiläumsumzug am 8. Oktober 2017, ist er selbstverständlich unentgeltlich zur Stelle.

Bezahlt werden möchte er nämlich nie für all diese Arbeiten, „Gottes Lohn“ reicht ihm.

Anlässlich seines 88. Geburtstages möchten der Heimatverein Lembeck und die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius Lembeck/Rhade Josef Lohbreyer von ganzem Herzen danken für seine wertvolle und unermüdliche Arbeit, zum Geburtstag gratulieren und ihm alles Gute und Gottes Segen für seine nächsten Lebensjahre wünschen.

03.09.2020 – Ludwig Drüing

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