Lembeck – Weil 1987 ein Toilettenwagen für ein Nachbarschaftsfest in Lembeck fehlte und das Ausleihen damals noch recht teuer war, baute Heinz Sprenger einen eigenen Wagen. Mit dem „Prototyp“ kam dann die Idee fürs Geschäft und bis heute ist das Angebot von Sprenger stetig gewachsen. Zu den Kunden gehören mittlerweile der „Rock am Ring“ als auch namhafte Firmen wie Siemens und Ikea.

Thomas Sprenger, Toilettenwagenverleih
Geschäftsführer Thomas Sprenger in der Lagerhalle seiner Toilettenwagen. Foto: privat

Thomas Sprenger (37 J.) stieg vor rund 18 Jahren in den elterlichen Betrieb ein und übernahm die Firma im Jahr 2009. Die Berufung zur Veranstaltungsversorgung scheint in der Familie zu liegen: Onkel Clemens Sprenger fing mit einer Mobildisco an und hat sich im Laufe der Jahre einen Namen mit dem Verleih exklusiver Partyzelte gemacht. Auch diese werden regelmäßig für namhafte Kunden und in allen Größen bereitgestellt.

Die Toilettenwagen starteten ganz klassisch für Partys auf dem Hof und später kamen VIP-Toilettenwagen für gehobenere Ansprüche hinzu. Es wurde an jeden Bedarf gedacht und auch Toilettenwagen für Menschen mit Behinderung gehören zum Programm. Aktuell bietet das Lembecker Unternehmen Toilettenwagen in allen Größen, Toilettencontainer, Chemie-Toiletten, barrierefreie Toiletten sowie mobile Badezimmer, Abwasserpumpen, Abwassertanks und Frischwassertanks an.

Rock am Ring ist einer der „großen Kunden“

Das legendäre Musikfestival „Rock am Ring“, das von 1985 bis 2014 und seit 2017 wieder auf dem Nürburgring in der Nähe der Stadt Adenau in der Eifel veranstaltet wird, gehört zu Sprengers Groß-Kunden. Es gilt als das traditionsreichste Rockfestival Deutschlands. „Hier liefern wir seit einigen Jahren VIP-Toilettenwagen“ sagt Thomas Sprenger. In diesem Jahr musste das Festival Corona-bedingt abgesagt werden, was „uns einen deutlichen Einnahmeausfall bescherte“, so Sprenger.

Corona legt die Veranstaltungsbranche nahezu lahm

Partys und Großveranstaltungen liegen seit März auf Eis und der gesamten Veranstaltungsbranche fehlen die Einnahmen zum Überleben. Ein kreativer Geist hat aber auch hier Ideen und so kaufte Thomas Sprenger einige „mobile Waschstationen“, die zum Beispiel in Supermärkten für Kunden ein Händewaschen und Desinfizieren möglich machten. Auch der Lembecker Supermarkt REWE Cosanne orderte diese Hygieneeinrichtung und erntete dafür viel Lob der Kunden (Lembeck.de berichtete).

„Rein rechnerisch hat es uns nicht weitergebracht“, so Thomas Sprenger. Die staatliche Coronahilfe für Unternehmen springt dann ein, wenn ein Unternehmer weniger als 40% Umsatz als zur gleichen Zeit im Vorjahr nachweisen kann. „Mit den vermieteten Waschstationen überschritten wir die 40 % und wir hätten besser die Füße stillhalten sollen“. Trotzdem blickt der 37-jährige Unternehmer hoffnungsvoll in die Zukunft, merkt aber an: „Vor Sommer 2021 rechne ich nicht mit Großveranstaltungen und regulärem Geschäftsbetrieb“. Und dabei bleibt zu hoffen, dass die Corona-Pandemie in den Griff zu kriegen ist und nicht eine zweite Welle zum endgültigen Todesstoß für die jetzt schon gebeutelte Veranstaltungsindustrie wird.

Die Firma Sprenger ist mit ihrem Angebot breit aufgestellt und Kontakte und viele Infos sind im Lembecker Branchenverzeichnis unter „Toilettenwagenverleih“ zu finden. Neben einer guten Beratung und dem Verleih bietet die Firma auch einen „Rund-um-die-Uhr-Service“, um die Funktionalität der verliehenen Toilettenwagen und auf Wunsch auch die Komplettreinigung zu realisieren.

14.07.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

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