Der Lembecker Arzt Dr. med. Fritz Geisthövel hat schon einiges erlebt. Der 66-Jährige organisierte Hilfsprojekte für Kuba, war in afrikanischen Ländern im Einsatz, stand als Sportarzt am Boxring und führt seit 1991 die Praxis an der Schulstraße 26 in Lembeck.

Dr. med. Fritz Geisthövel und zwei seiner Medizinischen Fachangestellten (Heike Ostkirchen und Vanessa Mrcela) arbeiten unter besonderen Voraussetzungen. Schutzanzüge und -masken, Spuckschutz und Folien bestimmen das Bild in der Praxis. Im Hintergrund ist das Fenster geöffnet. Hier werden den Patienten Rezepte und Berufsunfähigkeitsbescheinigungen überreicht. Foto: Olaf Hellenkamp

Doch wie das Coronavirus derzeit das Alltagsleben beeinflusst, ist auch dem erfahrenen Mediziner neu. Seine Praxis ist aktuell auf den höchstmöglichen Schutz seiner Patienten und seines Teams ausgelegt. Nicht nur Spuckschutzwände, Folien, Schutzanzüge und Masken bestimmen das Bild an der Schulstraße.

Auch die Sprechstunden finden unter völlig neuen Voraussetzungen statt: Die Tür bleibt verschlossen – es sei denn, der Patient hat sich telefonisch angemeldet. Zutritt bekommen dann auch nur einzelne Personen mit begründeten Anliegen. Dr. Geisthövel empfängt die Patienten lediglich für wichtige Diagnosen oder ärztliche Gespräche.

Alles Weitere, wie die Ausgabe von Rezepten oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, findet jetzt am Seitenfenster der Praxis auf dem Weg in den privaten Garten statt. Linien und Hinweisschilder weisen die Patienten drauf hin, entsprechenden Abstand zu wahren. Die Patienten sehen die Maßnahmen mit Verständnis – teilweise auch mit Humor.

“Mit Geduld und Gelassenheit schaffen wir das!” so der erfahrene Arzt, der diese Krise für sich, sein Team und seine Patienten realistisch einschätzt. “Wir geben auch unter diesen Umständen weiterhin unser Bestes,” so Dr. Geisthövel abschließend. Seine Patienten wissen das zu schätzen.

Foto & Text: Olaf Hellenkamp – Stadtspiegel Dorsten

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