Lembeck – 29 Näherinnen haben sich im Zuge der Coronahilfe Lembeck zusammengefunden und ehrenamtlich weit über 2000 Mund-Nase-Masken genäht. Hierfür ein ganz herzliches Dankeschön!

Näherinnen, Nähfabrik, Lembeck
Obere Reihe v.l.: Daniela Neuhaus, Birgit Micheel, Hedwig Anderbrügge, Inge Cosanne, Katja Fichna, Daniela Wietheger, Corinna Schütz, Eva Hovestadt. Mittlere Reihe v.l.: Brigitte Thurm, Irmgard Kleine-Vorholt, Rita Dinkler, Tanja Lammers, Marie und Ramona Stuke, Marion Rednoß, Elisabeth Berger und Britta Lasarz, Franz-Josef Sondermann, Jana Büser. Untere Reihe v.l.: Elisabeth Lohbreyer, Ulrike Lohbreyer, Conni Lohbreyer, Annika Lohbreyer, Sylvana Becker, Silvia Lensen, Brigitte Jochheim, Katharina Wissusek, Lea Pasing + 2 die auf der Collage fehlen. Fotos: privat / Collage: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Die Schneiderin Birgit Micheel hat in den letzten Wochen alles in Lembeck und Umgebung mobilisiert, was nähen kann und eine Nähmaschine hat. Schon zu Beginn der Coronakrise und spätestens mit Tragepflicht der sogenannten Mund-Nase-Masken in Geschäften, Gaststätten, bei Friseuren oder Krankenpflege wurde klar, dass diese Mund-Nase-Masken Mangelware sind.

In Rekordzeit entstand eine riesige Solidargemeinschaft und die Nähmaschinen ratterten was das Zeug hält. Die zahlreichen Mund-Nase-Masken „Made in Lembeck“ waren vorrangig für Ärzte, Pflegekräfte und Einkaufshelfer*innen der Coronahilfe Lembeck gedacht. 29 Näherinnen verbrachten Stunden und Tage an ihren Nähmaschinen und nähten ehrenamtlich weit über 2000 Masken – RESPEKT!

Nähmaschinenexperte machte alte und defekte Maschinen fertig

Franz-Josef Sondermann kümmerte sich ehrenamtlich auch um die Funktionalität der einzelnen Nähmaschinen. Der 84-jährige Lembecker ist gelernter Ingenieur und eigentlich froh, dass er seinen Ruhestand schon längst erreicht hat. Er repariert, restauriert und besorgt Ersatzteile für alte oder defekte Geräte und dies für einen guten Zweck.

Für seine Arbeitszeit will Franz-Josef Sondermann kein Geld haben, sondern bittet um eine Spende für die „Villa Kunterbunt“. Dies ist ein Zentrum das Familien mit schwerkranken Kindern hilft, es ist Nachsorgezentrum für krebs-, chronisch- und schwerstkranke Kinder. Bisher konnte Sondermann so rund 38.000 Euro sammeln – so der Stadtspiegel Dorsten in einem Bericht vom 15. Mai.

Die 30-köpfige Nähfabrik ist übrigens über eine WhatsApp-Gruppe vernetzt und berät ständig darüber, wer was braucht und wofür Spendengelder bereitgestellt werden sollen. Ausdrücklich bedankt sich die Gruppe für etliche Material- und Geldspenden die Näherinnen mit lobenden Worten erhielten.

Und weil wirklich ausnahmslos alle Näherinnen und der Nähmaschinenreparierer ehrenamtlich gearbeitet haben, konnten rund 4000 Euro an die Firma Elvermann für das Ruanda-Schulprojekt und 400 Euro für die Villa Kunterbunt in Trier übergeben werden. Allen Beteiligten ein herzliches DANKESCHÖN.

23.05.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

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