Lembeck – Seit der Gründung der „Coronahilfe Lembeck“ am 19. März konnte in Rekordzeit fast ein ganzes Dorf ehrenamtlich eingespannt werden. Rund 28 Näherinnen schafften es in der Zeit ca. 2000 Mund-Nase-Masken zu nähen.

Im März fing die Corona-Krise an uns alle zu überrollen. Die ersten Bürger diverser Städte gründeten Coronahilfen um insbesondere Ältere und anderen gefährdeten Gruppen das Einkaufen oder Gassigehen mit dem Hund abzunehmen. Ab Gründung der Facebookgruppe „Coronahilfe Lembeck“ am 19. März ging es auch in Lembeck superschnell. Etliche Lembeckerinnen und Lembecker bekundeten in Rekordzeit ihre Hilfe und schlossen sich der Gruppe an.

Zu der Facebookgruppe, die für ältere Menschen kaum erreichbar war, kam eine Emailadresse, eine große Handzettel-Verteilaktion und auch endlich eine Telefonnummer hinzu. Marcel Gorke, Mitarbeiter der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland, bot sich sofort an, den Telefondienst zu übernehmen. Vernetzt über WhatsApp und Facebook nimmt er die Aufträge an und vermittelt diese direkt weiter. Elina und Jenny Elvermann verteilten etliche Flyer in Lembeck und kümmern sich mit Anne Sprenger und Weiteren um die Einkäufe der Anfragenden. Es ist fast unmöglich, die Namen aller Helferinnen und Helfer hier zu nennen.

2000 Mund-Nase-Masken „Made in Lembeck”

Birgit Micheel, Schneiderin aus Lembeck, kümmerte sich mit insgesamt 28 Näherinnen um das Nähen der notwendigen Mund-Nase-Masken. Hierzu schreibt Marion Rednoß heute auf Facebook:
„ Als mir hier bei Facebook, am Tag der Gründung der Gruppe Coronahilfe Lembeck, spontan die Idee kam – Masken zu nähen – zunächst für Lembecker Ärzte, Pflegekräfte etc., weil ich durch eine befreundete Ärztin erfuhr, dass überall der Schutz immer knapper wurde, hätte ich nie für möglich gehalten welche Ausmaße es mal annehmen würde.

Da der Bedarf an Masken momentan größtenteils gedeckt ist, stellen wir 28 freiwillige Näherinnen das Nähen der Masken nun ein. (Ich selbst musste leider schon vor ca. 4 Wochen das Nähen aus persönlichen Gründen einstellen, alle anderen haben mehr als fleißig weiter genäht.)

Durch diese Aktion konnte an Jenny Elvermann insgesamt 3500 Euro an Spendengeldern übergeben werden, die wir für das Schulprojekt in Ruanda gesammelt haben. Und zusätzlich 200 Euro an die „Villa Kunterbunt“.

Insgesamt wurden ca. 2000 Masken übergeben. Ich bin selbst überwältigt und bedanke mich bei allen für die tatkräftige Unterstützung.“ (Marion Rednoß)

 

10.05.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

Update 11.05.: Es kommen sogar noch mehr Spendengelder zusammen, weil noch nicht alle Masken verteilt wurden.

 

 

 

 

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