Pressemitteilung der Stadt Dorsten und Lembeck.de – 30.03.2020

Engagement gegen Corona

Bürgermeister Stockhoff ermuntert Ehrenamtliche, Mund-Nase-Tücher (MNT) zu nähen. Abgabemöglichkeiten am Atlantis und an der ehemaligen Laurentiusschule.

Wichtige Info:

Der Stoff / Die Masken sind kein „Viren-Filter“.

Die MN-Tücher schützen nicht den Träger vor Ansteckungen, sondern mindern bestenfalls die Ansteckungsgefahr seines Gegenüber.

Wer sie benutzt, sollte sich gut über Wirkung, Anwendung und Pflege informieren (z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts).

Die Benutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

Brigitte Thurm (links) und Birgit Micheel (rechts) gehören neben vielen anderen zu den Lembecker Näherinnen. Fotos: privat
Sammelcontainer am Vereinshaus / Laurentiusschule

Nach dem erfolgreichen Produktionsstart der Stoffmasken „Made in Lembeck“ haben etliche Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dorsten das Angebot gemacht, Mund-Nase-Tücher zu nähen. Im Kampf gegen die zu schnelle Ausbreitung des Corona-Virus können diese „MN“-Tücher gute Dienste leisten. Bürgermeister Tobias Stockhoff ermuntert darum alle in Handarbeit talentierten Mitmenschen ausdrücklich, die Nähmaschinen glühen zu lassen.

Für die Verwendung gibt es mehrere Möglichkeiten. Da mittlerweile nicht nur „Profis“ in Gesundheitsberufen und Rettungsdienste diese Tücher tragen, könnten selbst genähte Exemplare an Freunde, Verwandte oder Nachbarn verteilt werden. „Vielleicht einfach mit einem Ausdruck einer Wasch- und Pflegeanleitung und einem netten Gruß in den Briefkasten werfen: Das wäre ein tolles Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen Corona“, so Bürgermeister Stockhoff.

Wer die Tücher ausdrücklich Profis zukommen lassen möchte, hat dazu im Stadtgebiet zwei Abgabe-Möglichkeiten:

Am Atlantis-Freizeitbad (für das Stadtgebiet Süd) sowie

an der ehemaligen Laurentiusschule, Schulstraße in Lembeck (für das Stadtgebiet Nord)

wird die Dorstener Arbeit bis Dienstag zwei Altkleider-Container aufstellen, die als Annahmen für selbst genähte Mund-Nase-Schutz-Tücher gekennzeichnet sind. Die Ergebnisse der Handarbeiten bitte in eine Tüte verpackt an diesen beiden Standorten einwerfen, gerne mit einem Hinweis, von wem diese Tücher stammen.

Die Logistiker des Dorstener Corona-Krisenstabes werden die Container regelmäßig leeren, die NM-Tücher hygienegerecht waschen, in ihren Bestand übernehmen und für eine bedarfsgerechte Verteilung sorgen.

Die Feuerwehr der Stadt Essen hat eine sehr gute Näh- sowie Wasch- und Pflegeanleitung für die Herstellung von NM-Tüchern erarbeitet, die hier zu finden ist:

Zum Blättern in dem folgenden und mehrseitigen PDF-Dokument bitte die Pfeiltasten (rauf-runter) anklicken.

Mund-Nasen-Schutz__Naehanleitung_2020_Feuerwehr_Essen

Für die Verwendung der MN-Tücher ist es wichtig, folgendes zu beachten:

Wichtige Info:

Der Stoff / Die Masken sind kein „Viren-Filter“.

Die MN-Tücher schützen nicht den Träger vor Ansteckungen, sondern mindern bestenfalls die Ansteckungsgefahr seines Gegenüber.

Wer sie benutzt, sollte sich gut über Wirkung, Anwendung und Pflege informieren (z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts).

Die Benutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

In einem Artikel der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird die Wirkung gut erklärt:

Erreger wie etwa Grippeviren oder Coronaviren werden durch Tröpfchen übertragen. Die werden beim Husten, Niesen und auch Sprechen in die Umgebung geschleudert. Ein Mundschutz kann einen Teil dieser Tröpfchen abfangen und verhindert so die Ausbreitung. Aus diesem Grund tragen vor allem Erkrankte einen Mundschutz. Draußen ist ein Mundschutz normalerweise nicht nötig. Weil aber viele Infizierte anfangs gar nicht merken, dass sie das Virus bereits haben und verbreiten, ist es zurzeit sinnvoll, auch draußen einen Mundschutz zu tragen. Fachleute warnen zugleich davor, sich mit Mundschutz zu sicher zu fühlen. Die grundlegenden Regeln zum Infektionsschutz wie Abstand halten und regelmäßig Händewaschen dürfen nicht vernachlässigt werden.

Bürgermeister Stockhoff: „Bei allen Maßnahmen ist es unser oberstes Ziel, die außergewöhnlich schnelle Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen – damit diejenigen von unserem Gesundheitssystem gut versorgt werden können, die bei einer Infektion schwere Symptome entwickeln. Ein Problem dabei ist, dass manche Infizierte bis zu zwei Wochen ohne Symptome bleiben, die Erkrankung also unwissentlich streuen können. Wer einen Mund-Nasen-Schutz trägt, kann damit verhindern, dass er andere ansteckt, solange er selbst noch nichts von seiner Infektion weiß.“

30.02.2020 – Ludger Böhne (Pressesprecher der Stadt Dorsten) & Frank Langenhorst (Lembeck.de)

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