Bürgermeister Tobias Stockhoff ist begeistert von der Kreativität der Dorstener Bürger (28.03.2020)

Auch wenn das traumhafte Frühlingswetter an diesem Samstag Lust auf gemeinsame Unternehmungen macht, sind die Dorstener sehr diszipliniert. Sie haben verstanden, was es in Zeiten der Corona-Krise zu tun gilt. Ganz nach dem Motto „Zeig Anstand, Halt Abstand“ treffen sie sich nicht in größeren Gruppen und vermeiden persönliche Kontakte so gut es geht. Bürgermeister Tobias Stockhoff ist deshalb sehr stolz auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Beeindruckt ist der Bürgermeister auch von der Kreativität der Dorstenerinnen und Dorstener, die sich sehr bemühen, das Beste aus der Kontaktsperre zu machen – die sich nicht isolieren, sondern nach kreativen Möglichkeiten suchen. Musikgruppen proben etwa online gemeinsam, Freundeskreise halten über Videochats Kontakt und ja, Menschen schreiben tatsächlich wieder vermehrt Briefe. „Das macht mir sehr viel Mut“, sagt Tobias Stockhoff und ergänzt: „Engagement und Kreativität sind das, was wir in dieser schwierigen Zeit brauchen: Zusammenstehen und zusammenrücken, ohne es körperlich zu tun”

Der Bürgermeister wünscht allen Dorstenerinnen und Dorstenern eine gute Woche und verspricht: „Alle, die in Zeiten der Corona-Krise sehr engagiert für Sie und für uns alle arbeiten, werden das auch in der neuen Woche tun.“

Musikalische Grüße vom Turm der St. Agatha-Kirche

Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger: „Musik verbindet und überwindet das Getrenntsein“

Mitglieder der Blasmusik St. Marien senden ab sofort regelmäßig ein kleines Zeichen

v. l.: Laurence Jasbinschek und Oliver Jahnich

Statt Glockengeläut klangen am Samstagvormittag ungewohnte Klänge vom Turm der St. Agatha-Kirche: Zwei Blasmusiker spielten Beethovens „Ode an die Freude“, ein geistliches Stück und das Steigerlied. Einen ähnlichen musikalischen Gruß soll es ab sofort regelmäßig geben, an diesem Sonntag (29.03.2020) um 18 Uhr, an den folgenden Tagen ist es – abhängig von der Verfügbarkeit der Musiker – um 17.45 Uhr geplant. Das Ständchen am Sonntag wird übrigens auf der Facebook-Seite von St. Agatha (https://www.facebook.com/st.agatha.dorsten/) live übertragen.

Die Idee stammt von einem „Neu-Dorstener“, der sie aus seiner früheren Heimatstadt Gladbeck mitgebracht und auch für Dorsten vorgeschlagen hat: Täglich ein kleiner Augenblick Musik als Zeichen der Solidarität und Zuversicht in schwerer Zeit. Die Gemeinde St. Agatha, die Blasmusik St. Marien und die Stadt Dorsten setzten den tollen Gedanken sofort in einer Kooperation um.

Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger: „Die Idee ist wunderbar und deshalb öffnen wir dafür gerne den Turm der St. Agatha-Kirche. Denn Musik verbindet – und überwindet so auch ein bisschen das Getrenntsein, das wir in diesen Tagen erleben und ertragen müssen.“

Auch die Musiker der Blasmusik St. Marien waren spontan begeistert. Dirigent Oliver Jahnich, der mit Laurence Jasbinschek die erste „Schicht“ übernommen hat, sagt: „Als Bürgermeister Tobias Stockhoff uns gefragt hat, ob wir die Idee umsetzen können, haben wir sofort ja gesagt. Ganz ehrlich: Es tut gut, dass wir auf diese Weise den Menschen mit unserer Musik etwas Freude machen können.“

Übrigens: Es werden immer nur zwei Musiker der Blasmusik St. Marien für die Dorstenerinnen und Dorstener spielen und dabei die Hygieneregeln einhalten, insbesondere natürlich ausreichenden Abstand.

28.03.2020 – Stadt Dorsten – Bürgermeister Tobias Stockhoff

 

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