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Lembeck – Am Donnerstagmittag (19.03.2020) haben wir ganz spontan die Facebookgruppe „Coronahilfe-Lembeck“ gegründet und sind bis jetzt überwältigt von der Solidarität der bis heute über 300 Mitglieder. Jetzt haben sich auch einige Lembeckerinnen mit der Schneiderin Birgit Micheel vernetzt, um Stoffmasken zu nähen.

Wichtige Info:

Der Stoff / Die Masken sind kein „Viren-Filter“.

Die MN-Tücher schützen nicht den Träger vor Ansteckungen, sondern mindern bestenfalls die Ansteckungsgefahr seines Gegenüber.

Wer sie benutzt, sollte sich gut über Wirkung, Anwendung und Pflege informieren (z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts).

Die Benutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

Die ersten selbstgenähten Stoffmasken. Foto: Birgit Micheel

Alle Helferinnen und Helfer sind ausschließlich medial verbunden, ob per WhatsApp, Facebook, per E-Mail oder über Telefon. Die Hilfsmaschinerie in Lembeck funktioniert beispielhaft und immer mehr Lembecker*innen nehmen das Angebot gerne an und sind sehr dankbar für den Service. Vom Datenschutz über Personenschutz bis hin zur Einkaufs-Koordination haben die Administratoren der Gruppe alles bestens im Griff.

Stoffmasken „Made in Lembeck“

Seit heute produzieren einige Frauen um Birgit Micheel, Marion Rednoß und Ulrike Lohbreyer selbstgenähte Stoffmasken. In der Facebook-Gruppe „Coronahilfe-Lembeck“ schreibt Anne Sprenger dazu:
„Bitte habt Verständnis, dass die fleißige Nähgruppe in erster Linie Engpässe in Pflege und medizinischen Bereichen auffangen möchte! Und das unentgeltlich!! Bitte fragt erst mal nicht für den privaten Bedarf! Sie werden uns hier informieren, wenn dafür welche zur Verfügung stehen!! – Vielen Dank“

Weiter schreibt Marion Rednoß:

„Wir wollen es dann so halten, dass Ulrike Lohbreyer -als Verteiler- sie bei allen Näherinnen ab einer bestimmten Uhrzeit abholt und dann weiter verteilt. Wir hängen die Masken einfach in eine Tüte an die Haustür, so dass jeglicher pers. Kontakt vermieden werden kann.

Wichtig ist, dass bei Übergabe der Masken nochmals darauf hingewiesen wird, dass sie vor dem Tragen aus Sicherheitsgründen erst gewaschen werden müssen. – LG Marion Rednoß“

Und das ist ein wichtiger Hygiene-Hinweis: Die Masken sollten vor und nach jeder Anwendung bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen und somit sterilisiert werden.

Viele Menschen wollen sich mit Mundschutz- und Atemmasken schützen. Die Nachfrage ist seit dem Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle in Deutschland auch auf Bundesgebiet rasant gestiegen. Doch helfen die einfachen Stoffmasken überhaupt? Viele Experten sind zumindest skeptisch. Völlig abwegig sei das Tragen der Masken allerdings nicht, sagte Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Wenn jemand beim Tragen eines solchen Mundschutzes ein gutes Gefühl habe, könne man das ruhig machen, so Drosten.

Kontakt für die Lembecker Stoffmasken

per Telefon – Birgit Micheel 02369-77367

per E-Mail – Marion Rednoß m.rednoss@gmail.com

Es werden übrigens noch weitere Näher*innen gesucht!

24.03.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

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