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Lembeck – Zu einem Ortstermin trafen sich am heutigen Samstagmorgen (11.01.2020) einige Lembecker am „Plätzchen“ an der Ecke Wulfener Straße / Bahnhofstraße.

v.l.: Ludwig Drüing, Katja Breuer, Ursula Küsters, Annette Bügers, Thomas Weßeling, Wibke Cosanne, Johannes Heidermann, Edeltraud Bügers, Waltraud Hadick, Dagmar Harks und Ludger Elvermann. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Nachdem der Willkommenshügel an der Festwiese erfolgreich Akzente setzt und der Eingang zum Vereinshaus, der ehemaligen Laurentiusschule, gerade verschönert wird, machten sich viele Gedanken über die eigentliche Dorfmitte.

Zurzeit besteht dieser Platz aus einer überdachten Bushaltestelle, einem Briefkasten und ein paar Betonpoller zur Straße hin. Diese sollen ein wildes Parken auf dem Platz verhindern. Ansonsten ist neben dem großen Baum nur eine wellige und halb grasgrüne Fläche vorhanden – alles recht trostlos.

Die Lembecker Porte möchte sich auch um diesen Platz kümmern und holte sich die Gartenbau-Ingenieurin Dagmar Harks zur Planung hinzu.

Wird die alte Dorfpumpe wieder aufgebaut?

Ein großer Wunsch vieler Lembecker ist es, die alte Dorfpumpe wieder aufzubauen. Nachdem im Jahre 1908 ein Fluchtlinienplan für das Dorf Lembeck aufgestellt wurde, mussten einige Gehöfte im Dorf dem Straßenbau weichen, so auch das Gehöft der Witwe Wolthaus an der Ecke Bahnhofstraße / Wulfener Straße. Zurück blieb der Brunnen.

Bis zu dem Zeitpunkt benutzte auch die Familie Kortendieck diesen Brunnen und bestand auf dem Recht, auch weiterhin dort Wasser zu entnehmen. Der alte Brunnen bedeutete aber eine Gefahr für die Kinder im Dorf. So beschlossen die Gemeindeverordneten am 13. Dezember 1911 einen Gemeinschaftsbrunnen daraus zu machen.

1927 wurde der Dorfbrunnen wiederum verändert. Man entfernte den alten Bretterverschlag am Brunnen und Fritz Küpper, als Geschichtsforscher bekannt, baute ein Pumpenhäuschen mit dem beim Bau der Dorfschule (Laurentiusschule) übrig gebliebenen Klinkersteinen.

Von diesem Brunnen wurde häufig mit Pferdewagen Wasser für das Vieh auf den Wiesen im Torfvenn geholt. Aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten (Risse im Mauerwerk) und der Gefahr, dass Kinder in den Brunnen fallen könnten, entschied die Gemeindeverwaltung 1968, den Dorfbrunnen abzureißen.

Möglicherweise kann die gemauerte Dorfpumpe nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz wieder aufgebaut werden, weil dort die Bushaltestelle steht. Aber etwas weiter, z.B. links vom Baum wäre ein idealer Platz. Hier suchen die Planer noch Maurer und ggf. (Bau)Firmen, die das Pumpenhäuschen wieder mauern und auch sponsern könnten.

Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

11.01.2020 – Lembeck.de – Frank Langenhorst

 

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