Lesezeit: 3 Minuten

Lembeck steht vor großen Veränderungen, und viele Lembecker wissen es nicht. Der Straßenausbau des 1. Lembecker Gewerbegebiets rückt näher. Anwohner kritisieren die geplanten Lkw-Stellplätze und sammeln über einen Info-Flyer Unterschriften.

So kann es bald aussehen: (Fotomontagen privat)

Bereits im März dieses Jahr äußerten Anwohner vom Kiebitzberg ihren Unmut über die Planung eines Firmenparkplatzes der Raiffeisen-Genossenschaft direkt auf der grünen Wiese zwischen Raiffeisen und den Wohnhäusern am Kiebitzberg. Jetzt werden weitere Details der Gewerbegebietsplanung bekannt, die mehrere LKW-Stellplätze beinhalten soll.

In dem Info-Flyer der Nachbarschaft heißt es:

So kann es bald aussehen: (Fotomontagen privat)

Die Stadt Dorsten plant an der Straße „Zur Reithalle“, die an das 1. Lembecker Gewerbegebiet angrenzt, sowie gegenüber der Raiffeisen GmbH ab Herbst 2019 Parkplätze für LKW und Transporter anzulegen.

Neben dem Lembecker Gewerbegebiet und nahe dem Ortskern liegen am Wiesenbach der liebevoll von engagierten Lembecker Bürgern hergerichtete und gepflegte Heimathof, die ehemalige Schlossvikarie (Frische Mühle) aus dem 18. Jahrhundert, ein noch älteres als Wohnhaus ausgebautes Stallgebäude, die von vielen genutzte Reithalle , mehrere Sportanlagen, sowie das Naherholungs-Waldgebiet “Hagen”.

Vieles Liebens- und Lebenswertes, was engagierte Bürger in den letzten Jahren geschaffen haben, bleibt auf der Strecke.

Was wären noch weitere unmittelbare Folgen für Lembeck neben den oben beschriebenen negativen Auswirkungen auf ein einzigartiges Naherholungsensemble?

1. Verkehrssicherheit

Eine vor allem von Kindern und Jugendlichen benutzte Straße wird unsicherer und unübersichtlicher:

Radfahrer und Fußgänger werden nun mehrfach die Straße kreuzen müssen, überdies werden die geplanten LKW-Stellplätze in unübersichtlichen Kurvenbereichen liegen. Der geplante Kreisverkehr am Hagen wird aufgrund seiner Enge für Transporter und LKW kaum zu befahren sein.

2. Lärm und Umweltbelastung

An einer doch sehr ortsnahen Lage und in unmittelbarer Nachbarschaft des Naturschutzgebietes „Wienbach“ wird die Lärmbelastung durch die permanente Klimatisierung der LKWs und den intensiven Rangierbetrieb, der bei jedem Einparken damit verbunden ist, stark zunehmen. Wegen der nahen Autobahn ist zu befürchten, dass LKW wegen des Wochenendfahrverbotes hier jeden Sonntag dauerparken, den dazugehörigen Parksuchverkehr möchte man sich nicht ausmalen, wenn man das Chaos auf Autobahnparklätzen zu Beginn des Fahrverbotes kennt.

3. Lembeck als attraktiver Wohnstandort wird leiden

Lembeck hat in den letzten Jahren von der Ansiedlung zahlreicher Pendler profitiert. Diese schätzen den Erholungswert des Dorfes und seiner intakten Natur und der zahlreichen Möglichkeiten sportlicher und kultureller Betätigungen. Die dauerhafte Ansiedlung von parkenden und rangierenden LKWs in einer zentralen Ortslage wird dies beeinträchtigen.

4. Frische Mühle

In unmittelbarer Nachbarschaft des Heimatvereins findet sich die aus dem 18. Jahrhundert stammende historische Schlossvikarie „Frische Mühle“, die zusammen mit dem noch 100 Jahre älteren Inwöhnerhues dank privater Initiative nach denkmalschützerischen Kriterien aufwändig saniert worden ist. Das Gesamtensemble mit typischen Eichen- und Buchenwäldchen mit Wall und Wegkreuz aus dem 19. Jahrhundert wird nunmehr zur Straßenrandbegrünung von LKWs degradiert.

Mögliche Alternativen

– Stellplätze entlang der Straße „Am Sägewerk“ zwischen Krusenhof und Endelner Weg, bzw. in deren Verlängerung im Zuge des geplanten Ausbaus zur Rhader Straße hin.

WAS KANN MAN JETZT NOCH DAGEGEN TUN?

Wenn Sie nicht einverstanden sind mit der jetzt geplanten Einrichtung von LKW-Stellplätzen an o.g. Stelle, können Sie Stellung beziehen per online-petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-lkw-stellplaetze-im-naherholungsgebiet-lembeck

(Bei Rückfragen, Kontakt: Familie Isselstein, E-Mail: issel2019@gmx.de )

26.08.2019 – Lembeck.de – Frank Langenhorst