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Lembeck – Der Wessendorfer Parkplatz (Wessi) war mal ein beliebtes Ausflugsziel, meist von wander- und picknickfreudigen Besuchern aus dem umliegenden Ruhrgebiet. Der aktuelle Anblick hier und auch auf dem Speckinger Wanderparkplatz löst bei den Besuchern jedoch Kopfschütteln aus.

Edit 12.00 Uhr: Bürgermeister Tobias Stockhoff bat um Infos per Email ans Bürgermeisterbüro und will sich der Sache annehmen.

Wessendorfer Parkplatz
Der Wessendorfer Parkplatz am 27. Juli 2019. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Vor vier Jahren hatte bereits der Stadtspiegel mit der Überschrift: „Unkraut, Dreck und Fäkalien auf Wanderparkplätzen in Lembeck“ auf das Problem aufmerksam gemacht und auch die Frage in den Raum gestellt, wer dafür zuständig ist. Weiter heißt es in dem Bericht von Olaf Hellenkamp:

„Es gibt Flächen, Plätze und Sitzgruppen in der Herrlichkeit Lembeck, die so stark vernachlässigt werden, dass sie nicht mehr genutzt werden können.

Foto: Stadtspiegel / Olaf Hellenkamp

Genau wie viele andere ist auch Helmut Rohwetter verärgert. Er ist aktives Mitglied des Lembecker Heimatvereins und kümmert sich ehrenamtlich um Bänke und Sitzgruppen, die in der Herrlichkeit zum Verweilen einladen. Alle Bänke in Lembeck – es sind etwa 90 an der Zahl – sind in gutem Zustand. Umso ärgerlicher ist es, dass einige öffentliche Flächen, Bänke und Sitzgruppen in Lembeck von den Verantwortlichen nicht mehr gepflegt werden und daher auch nicht mehr genutzt werden können.

Der Wessendorfer Parkplatz am Große-Vorholts-Weg ist nahezu komplett mit Unkraut überwuchert, so dass der Spielbereich unbrauchbar geworden ist. Spielgeräte sind zerstört, liegen zwischen Disteln und Brennnesseln, der Sand ist vollkommen verschmutzt. Die Parkbuchten wurden noch notdürftig mit einer Sense von Unkraut befreit, doch der gesamte Zustand des ansonsten sehr schönen Geländes ist in einem schrecklichen Zustand. Diente der Wessendorfer Parkplatz vor einigen Jahren noch vielen Besuchern als Ausflugsziel und Startpunkt für ausgedehnte Wanderungen in der wunderschönen Umgebung, ist die Fläche im jetzigen Zustand eigentlich nur noch als Schandfleck zu bezeichnen.

Gleiches gilt für den Wanderparkplatz an der Heidener Straße, 1,5 Kilometer westlich vom Wessendorfer Parkplatz entfernt. Hier sind Sitzgruppen dermaßen überwuchert, dass sie nicht mehr zu sehen sind. Mit Werkzeug bahnte sich Helmut Rohwetter den Weg durch das Dickicht, bis eine der Sitzgruppen aus dem Unkraut auftauchte. „Ich kann nicht verstehen, dass diese schönen Plätze nicht mehr gepflegt werden“, so der Lembecker.

Die Vernachlässigung der Plätze zieht automatisch auch Umweltsünder an. Neben Grünschnitt, sind vor allem auch Sperrmüll, Plastik und sogar eine erhebliche Menge Fäkalien abgeladen worden. Wie Letztere auf den Parkplatz gelangten, kann nur vermutet werden. Denkbar ist, dass die Reste aus einem Güllefass oder einer mobilen Toilettenanlage auf dem Wander-Parkplatz entleert wurden.

Wer genau für die Pflege beider Plätze zuständig ist (infrage kommen der RVR, der Kreis RE und die Stadt Dorsten), konnte wegen der Urlaubslage in den Verwaltungen nicht geklärt werden. Trotzdem verspricht Lisa Bauckhorn, Pressesprecherin der Stadt Dorsten: „Wir nehmen den Hinweis sehr ernst und werden uns zeitnah um die Säuberung kümmern.“

Der Wessendorfer Parkplatz am 27. Juli 2019. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Der Wessendorfer Parkplatz am 27. Juli 2019. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Der Wessendorfer Parkplatz am 27. Juli 2019. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Der Wessendorfer Parkplatz am 27. Juli 2019. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

 

28.07.2019 – Frank Langenhorst (Lembeck.de) & Olaf Hellenkamp (Stadtspiegel Dorsten / lokalkompass.de)