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Lembeck – Es war die 12. Nacht der Revanche und die erste mit Dauerregen. Das bescheidene und für Lembeck untypische Wetter lockte lange nicht so viele Besucher in den Dorfkern wie in den sonnigen Vorjahren. Auch die Rennradfahrer hatten mit den nassen Straßen zu kämpfen.

Radrennen, Nacht der Revanche
Die Radsportelite an der Startlinie. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Die 800-Meter lange Strecke, angefangen von der Kreuzung über die Wulfener Straße bis hin zum Bonhoefferring / Volksbank über den Drubbel und über die Schulstraße bis hin zur Lippramsdorfer Straße, zurück in Richtung Kreuzung hat es schon bei trockenem Asphalt in sich. Besonders die Ecke Wulfener Straße / Bonhoefferring ist kritisch und sorgte am gestrigen Samstag auch für 3 Stürze der Hobby-Rennradfahrer.

Dünne Besetzung beim Kinderrennen

Auch das Kinderrennen war mit nur 6 Teilnehmern ein kleines Opfer des Dauerregens. Trotzdem würdigten die Besucher die Kinder mit riesigem Applaus. Bei der nachfolgenden Frauenmannschaft, die zum ersten Mal am Radrennen teilnahm, sagten 2 Fahrerinnen ab. Die restlichen Frauen trotzten aber der Witterung und meisterten die knifflige Strecke mit dem Rad.

Bei den Hobbyfahrern der Männer konnte der 22jährige Marvin Hebenbrock punkten. Mit einer Rundstreckenzeit von 1:06 Minuten lag er im Schnitt nur 3 Sekunden unter der Zeit der Profifahrer.

Bruno Scroccu und Franz Droste im Interview mit Organisator Michael Zurhausen. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Elitefahrer glänzten trotz nasser Fahrbahn

Im Schlussrennen der Elitefahrer wurde die Strecke wetterbedingt auf 60 Runden begrenzt und Christian Grassmann glänzte zum Abschluss seiner Radrenn-Karriere. Leif Lamparter, der 800 Km Anreise bis Lembeck hatte, ging bei der rutschigen Strecke kein Risiko ein und fuhr mit einem E-Scooter im Gästerennen.

Grassmann lag im ersten Viertel des Profirennens vorne und überließ dann den anderen Mitstreitern den Vortritt. Als Sieger des Profirennens ging dann der Bergspezialist Helmut Trettwer ins Ziel. Er war auch das erste mal in Lembeck dabei.

Regen machte die Rennstrecke zur Rutschbahn. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Das letzte Radrennen in Lembeck?

Definitiv für die beiden Spitzenfahrer Christian Grasmann und Leif Lampater. Die beiden Rennradprofis beenden ihre Karriere und wurden von den Sponsoren geehrt und mit Präsentkörben beschenkt.

In einer Email vom Vortag (Freitag, 05.07.2019) an den Vorstand der Lembecker Interessengemeinschaft (LIG) schreibt der Organisator Michael Zurhausen:
„…Der Radclub Olympia Buer hat gestern Abend in einer Sitzung beschlossen, das Radrennen Nacht der Revanche in Lembeck ab 2020 nicht weiter zu organisieren. Damit ist am kommenden Samstag die 12. Nacht der Revanche die letzte Austragung.“

Hier gab es im Vorfeld Meinungsverschiedenheiten zwischen der LIG und dem Veranstalter und den Sponsoren über die Planungen und den Umgang mit potentiellen Sponsoren und Pressevertretern.

Fakt bleiben aber stimmungsvolle Radrennen mit Starbesetzung und ein großes Dankeschön gilt den bisherigen Sponsoren, die große Geldsummen in die Hand genommen haben, um in Lembeck ein tolles Event zu platzieren.

Bürgermeister Tobias Stockhoff kredenzte im Arzt-Outfit medizinische Köstlichkeiten. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Die beliebtesten Unterstellmöglichkeiten boten sich bei Bruno und beiden Bierwagen. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst
Spannung trotz Regenschirme an der Rennstrecke. Foto: Lembeck.de – Frank Langenhorst

07.07.2019 Lembeck.de – Frank Langenhorst

 

 

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