Lembeck / Wulfen –    Die im Oktober abgebrannte Dorstener Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Wulfen wird wiederaufgebaut. Das hat die Diakonie angekündigt – allerdings wird das aufgrund der hohen Schäden wohl knapp zwei bis drei Jahre dauern.

Laurentiusschule, Behindertenwerkstatt, Brand
Block B der Laurentiusschule und die abgebrannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Wulfen (unten rechts). Fotos: Lembeck.de – Frank Langenhorst

Für diese Zeit wurde jetzt eine Übergangslösung gefunden: Rund 100 Angestellte können demnächst in der alten Laurentiusschule in Lembeck arbeiten.

Mitte Oktober 2018 war ein Teil der Dorstener Werkstatt nach einem technischen Defekt abgebrannt, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Die rund 250 Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Dorsten-Wulfen behalten ihre Arbeitsstellen. Mehrere Bereiche der Werkstatt waren am Montag (15.10.2018) abgebrannt.

Die Betroffenen sollen unter anderem an Standorten in Nachbarstädten weiterbeschäftigt werden, teilte die Diakonie mit. Außerdem könnten vielleicht auch in Dorsten selbst Gebäude für Ersatz-Arbeitsplätze bereitgestellt werden.

Brandursache: Technischer Defekt

Ein technischer Defekt an einem Gerät aus der Montagehallehatte am Montag (15.10.2018) den Brand ausgelöst und große Teile der Werkstatt zerstört. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf bis zu drei Millionen Euro.

Großeinsatz der Feuerwehren

Rund 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz, nicht nur aus Dorsten, sondern auch aus den umliegenden Kommunen. Bereits aus großer Entfernung war die Rauchsäule zu sehen.

In der Werkstatt arbeiteten rund 240 Menschen mit Behinderung und 34 Betreuer. Sie alle konnten sich am Montagmittag noch vor Eintreffen der Feuerwehr vor den Flammen retten.

Die Evakuierung des Gebäudes sei vorbildlich gelaufen, lobte die Feuerwehr Dorsten. Die Mitarbeiter wurden dann mit Bussen nach Hause gefahren.

Diakonie entsetzt über Ausmaß der Zerstörung

Träger der Werkstatt ist die Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Menschen mit Behinderungen arbeiten hier in der Metall- und Textilverarbeitung, im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Montage. Alle sind fassungslos angesichts der großen Zerstörungen.

19.12.2018 – Lembeck.de – Frank Langenhorst und WDR

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